IDEAS
In diesem Verbundprojekt wurde durch Zusammenarbeit technischer und klinischer Standorte ein automatisiertes Screeningtool entwickelt, welches die Früherkennung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung beschleunigt. Mittels Sprach- und Mimikerkennung sollen Symptome identifiziert werden, die eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Autismus-Spektrum-Störung mit sich bringen. Ende November 2025 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen, nachdem es im Juni 2022 gestartet ist. Mit dem interdisziplinären Verbundprojekt IDEAS – Identifikation von Autismus-Spektrum-Störung durch Sprach- und Mimikerkennung ist es gelungen, einen Demonstrator für ein digitales Screening-Instrument für Kinder mit ASS zu entwickeln.Betroffene Kinder und ihre Familien sollen dadurch eine niedrigschwelligere und frühere diagnostische Versorgung erfahren können.
Das Forschungsprojekt IDEAS (Identifikation von Autismus-Spektrum-Störung durch Sprach- und Mimikerkennung) wurde durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, Förderlinie KMU innovativ) von 2022 bis 2025 gefördert.
Besonders hervorzuheben ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Verbund: Neben der TU Dortmund waren die KIZMO GmbH - Klinisches Innovationszentrum für Medizintechnik Oldenburg, das Universitätsklinikum Leipzig – Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters, die SpeechCare GmbH sowie das Fraunhofer IDMT beteiligt.
- Prof Dr. Ute Ritterfeld
- Dr. Isabel Neitzel
- Larissa Pliska, M.A.
- Ina Zawadka, B.A.
- SpeechCare GmbH (Projektleitung, Leverkusen): Die Firma SpeechCare GmbH (SPC) wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, Apps für die medizinische Therapie und Diagnostik zu entwickeln. Im Projekt IDEAS übernimmt SpeechCare unter Leitung von Klaus Kugelmann die Koordination der Projektpartner, verantwortet den zentralen Datenschutz für das Projekt und stellt eine Anwendungsdatenbank zur Verfügung, welche die technische Schnittstelle zwischen den Daten der Patient*innen und der IDEAS-Anwendung auf dem Tablet darstellt.
- KIZMO GmbH (Oldenburg): KIZMO ist auf Nutzerschnittstellen und Gebrauchstauglichkeit neuartiger medizintechnischer Geräte und medizinischer Software fokussiert, ist aber auch in den Bereichen User Experience und Gamification aktiv. Dabei ist KIZMO an der Schnittstelle zwischen universitärer Forschung, klinischer Anwendung und industrieller Entwicklung angesiedelt. Im IDEAS-Projekt bringt KIZMO unter Leitung von Dr. Michael Buschermöhle seine Kenntnisse in der Software-Entwicklung und User Experience Design für medizinische Anwendungen ein und kümmert sich speziell um die Umsetzung der Gesichtserfassung und Mimik-Analyse auf mobilen Endgeräten.
- Universitätsklinikum Leipzig: Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Leipzig behandelt als Klinik der Maximalversorgung alle im ICD-10 F genannten psychischen Erkrankungen, mit Schwerpunktsetzung auf Erkrankungen des frühen Kindesalters. Die Klinik unterhält eine Spezialsprechstunde für Menschen mit ASS-Spektrum-Störung. Dort wird eine leitliniengetreue Diagnostik durch die entsprechend zertifizierten Mitarbeiter*innen durchgeführt. Im Projekt IDEAS verantwortet die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Leipzig unter Leitung von PD Dr. Daniel Radeloff die klinische Seite des Vorhabens.
- Fraunhofer IDMT (Oldenburg): Der Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnik des Fraunhofer IDMT wurde 2008 als Projektgruppe des Fraunhofer IDMT, Ilmenau in Oldenburg gegründet. Mit seinem Schwerpunkt auf allen Facetten menschlichen Hörens, des Hörens für Maschinen und Sprache kann das IDMT auf viele erfolgreiche Projekte im Rahmen öffentlicher und industrieller Forschung im Bereich Sprachsignalverarbeitung und Spracherkennung zurückblicken. Das IDMT verantwortet im Projekt die Prozesse der automatisierten Spracherkennung und -analyse.






