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Fakultät Rehabilitationswissenschaften

ChiLD Lab - Child language development lab

In unserem Kindersprachlabor (Emil-Figge-Str. 50, 5. Stock) werden bei uns im Fachgebiet Sprache & Kommunikation unterschiedliche Testungen und Spiele mit Kindern durchgeführt, die uns Aufschluss über die kindliche Sprachentwicklung geben. Unser ChiLD Lab ist neben Spielmaterialien mit allen technischen Geräten ausgestattet, die wir zur Untersuchung der Sprache benötigen: Mehreren Laptops und Tablets, Kameras und Audiogeräte sowie zwei Eyetracker der Marke EyeLink Portable Duo, welche im Labor, aber auch in Kindertagesstätten und Schulen zum Einsatz kommen. 

Aktuell laufen vor allem Datenerhebungen und -auswertungen für zwei größere Drittmittelprojekte. Beide fokussieren inhaltlich die Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachigen Kindern.

Die Anwendung von Pupillometrie für die Diagnostik mehrsprachiger Kinder  (Pupil-BiLa)

Leitung: Prof. Dr. Anna-Lena Scherger, gefördert von der DFG

Beim ersten Projekt handelt es sich um die Untersuchung der Augen, deren Veränderung uns Rückschlüsse auf die kindliche Sprachverarbeitung geben kann. Dabei sitzen die Kinder vor dem Computer, sehen Bilder und hören Sätze. Manche davon sind grammatisch, andere ungrammatisch. Es geht nicht darum, dass die Kinder diese kurzen deutschen Sätze verstehen, sondern lediglich darum, zu schauen, ob ihre Pupillen schon Reaktionen auf ungrammatische Äußerungen zeigen. Für dieses Projekt werden Kinder gesucht, die zu Hause mit einer Herkunftssprache aufwachsen, die nicht das Deutsche ist, und dann mit Kindergarteneintritt gerade erst mit dem Deutschen in Kontakt gekommen sind. Wir möchten die Kinder also in ihrem anfänglichen Deutschspracherwerb untersuchen.

Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern (SPEAK)

Leitung: Prof. Dr. Anna-Lena Scherger, gemeinsam mit Prof. Dr. Natalia Gagarina, Berlin, Prof. Dr. Angela Grimm, Frankfurt, Prof. Dr. Tanja Rinker, Eichstätt, gefördert durch das BMBF

Im zweiten Projekt sind wir auf der Suche nach 4- bis 8-jährigen Kindern, welche mehrsprachig aufwachsen (von Geburt an oder erst kürzlich  mit dem Deutschen in Kontakt gekommen). Wir führen unterschiedliche Untersuchungen zum Bildergeschichtenerzählen, Bilderbennenen und Nachsprechen von Quatschwörtern und Sätzen durch. Damit entwickeln wir eine Testbatterie, die uns bei der Entscheidung helfen soll, ob ein Kind zusätzliche sprachtherapeutische Unterstützung braucht. 

Sollten Sie Interesse haben, unsere Forschungen in und außerhalb des ChiLD Labs zu unterstützen, melden Sie sich gern bei uns (anna-lena.scherger@tu-dortmund.de). Gesucht werden ein- und zweisprachige Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren, die bei unseren Forschungsarbeiten mitmachen möchten. Sie erhalten hinterher gern eine Auskunft über den Sprachentwicklungsstand Ihres Kindes.

Neben den drittmittelgeförderten Projekten wird das Lab auch für zahlreiche Dissertationen unserer Doktorandinnen im Team S&K genutzt: Jannika Böse, Tina Ghaemi, Lisa Giesselbach, Lisa Röbstek und Jenny Thillmann. Unsere zahlreichen Hilfskräfte unterstützen die Forschungsarbeit im Lab und im Feld (also in der Kita, der Schule und in sprachtherapeutischen Praxen) tatkräftig.

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