Zum Inhalt
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Studium – Abschlussarbeiten

Projektgruppe: Selektiver Mutismus

Grafisches Titelbild mit fünf gleichmäßig nebeneinander angeordneten Kreisen auf weißem Hintergrund. Der erste Kreis ist hellgrün, der zweite zeigt ein Kind mit braunen Haaren, das sich teilweise hinter einem Baumstamm versteckt und den Mund mit einem hellblauen Kleidungsstück bedeckt. Der dritte Kreis ist grau. Im vierten Kreis ist ein Kind mit kurzen braunen Haaren, blauem Oberteil und dunklem Rucksack im Seitenprofil zu sehen. Der fünfte Kreis ist in einem sehr hellen Grünton gestaltet. © Jannika Böse
Titelbild der Projektgruppe Selektiver Mutismus.

In Zusammenarbeit mit der Universität Bremen (Prof. Dr. Anja Starke, Dr. Katharina Hoge) werden mutistische Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Kontexten begleitet. Ziel ist es, ein breites Verständnis von der Situation selektiv mutistischer Kinder und Jugendlicher zu erlangen sowie Transferprozesse und die Rolle von Eltern, Lehrkräften und Erzieher*innen zu verstehen.

Schüchterne Kinder gibt es in jeder Klasse. Einige von ihnen zeigen allerdings Verhaltensweisen über eine reine Schüchternheit hinaus. Im Unterricht und auch in Pausensituationen schweigen sie gegenüber Lehrpersonen und/oder den anderen Kindern konsequent. Hier kann ein so genannter selektiver Mutismus (SM) vorliegen – eine eher seltene mit Angst assoziierte Kommunikationsstörung der frühen Kindheit (American Psychiatric Association, 2013). Kennzeichnend für SM ist die große Diskrepanz zwischen einem extrem schweigenden Verhalten außerhalb des familiären Kontextes und einem unbefangenen, oftmals sogar dominanten Verhalten innerhalb der Kernfamilie (Starke & Subellok, 2015). Denn grundsätzlich verfügen die Kinder über ausreichende Sprachkompetenzen. Am häufigsten tritt das schweigende Verhalten in den Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätte (Kita) oder Schule sowie in Anwesenheit fremder Personen oder in unbekannten Situationen auf (Ford, Sladeczeck, Carlson & Kratochwill, 1998).

Im Rahmen des Projekts können Abschlussarbeiten mit eigenen Schwerpunktsetzungen entstehen. Mögliche Themen liegen unter anderem in den Bereichen Beratung von Lehrkräften und Schulen, Anamnese mit Eltern oder Dokumentation von Therapieerfolgen.

Ansprechpartnerin: